Schreinerei Bräu

Schreinerei Bräu
in Neukirchen bei Schwandorf

Über 100 Jahre Schreinerei Bräu

2018

Ehrenurkunde Ausbildungsbetrieb

Ehrenurkunde

2016
2015

Nachwuchs!

Im Mai 2015 hat Elli, die Tochter von Birgit und Michael Bräu, das Licht der Welt erblickt. Wird sie zuerst Laufen, Schnitzen oder die CNC-Fräse bedienen?

2014

Thalhofer-Preis 2014

Beim Innovationspreis des bayerischen Schreinerhandwerks haben wir den 2. Platz belegt.
Dieser Preis wird seit 2004 von der Holzhandlung Georg Thalhofer OHG mit dem grundlegenden Ziel gestiftet, die herausragenden Leistungen und das handwerkliche Können des Schreinerhandwerks auszuzeichnen sowie innovative Entwicklungen zu stärken, die zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit führen.

Download: Presseinformation vom Fachverband Schreinerhandwerk Bayern

2013

Aber bitte recht familienfreundlich!

2013 haben wir beim Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen“ des Landkreises Schwandorf den 3. Platz belegt.

2010 - 2012

Chef in festen Händen

2012 gab es einen ganz besonderen Grund zum Feiern: Birgit heiratete ihren Michael.

Lehre und Fortbildung

Im Jahr 2011 unternahmen wir unsere Kombination aus Fortbildung und Betriebsausflug zur Firma Egger Holzwerkstoffe (St. Johann, Österreich). 2012 wurde zudem unser Felix Roggenhofer bester Lehrling und Innungssieger im Landkreis Schwandorf.

Ausbau und Erweiterung

Neue Anschaffungen führten immer wieder zu Veränderungen im Unternehmen. Jetzt gibt es moderne CNC-Technik in der Werkstatt und damit auch ganz neue Einsatzbereiche. Eine Kantenanleimmaschine unterstützt wiederkehrende Arbeiten und die Reinluftrückführung für unsere Späneabsaugung sorgt für noch mehr Nachhaltigkeit im Betrieb. Die Werkstatt wurde umgebaut und 2012 teilweise saniert – inkl. Modernisierung der Elektrik auf den neuesten Stand der Sicherheit und Technik. Das angeschlossene Wohn- und Geschäftshaus wurde ebenfalls umgebaut und saniert.

Tag der offenen Werkstatt

Im November 2010 nahm unsere Schreinerei zum 15. Mal am „Tag des Schreiners“ teil und konnte zeigen, wie viele Facetten unser Beruf in sich vereinigt. Begleitet war die Veranstaltung von einer Benefizaktion, bei der wir einer Kinderkrippe einen Zug und eine Wippe aus Holz übergaben.

Blick nach vorne

2010 nahmen wir mit Erfolg am „Zukunftspreis des Landkreises Schwandorf“ teil.

2001 - 2009

Vom Lehrling zum Juniorchef

2001 legte Michael Bräu, einer der Söhne von Josef Bräu, als einer der Besten seines Jahrganges die Gesellenprüfung ab. Anschließend war er zwei Jahre lang auf Entdeckungsreise in zwei unterschiedlichen Betrieben, bevor er im Sommer 2005 die Meisterprüfung in der Meisterschule Ebern in Unterfranken mit großem Erfolg absolvierte. Danach wurde Michael Bräu als Juniorchef in den langjährigen Familienbetrieb eingearbeitet. 2006 folgte die Weiterbildung von Michael Bräu zum Betriebswirt des Handwerks.

Umwelt und Sicherheit im Fokus

Seit 2006 ist unsere Schreinerei Teilnehmer des Umweltpaktes Bayern. Die Arbeit des Umweltpaktes besteht in der Selbstverpflichtung der Partner zur Einsparung von Ressourcen und zur Anwendung umweltschonender Technologien mit dem Ziel ein „umweltverträgliches Wirtschaftswachstum“ zu erreichen. Zudem sind wir seit 2006 aufgenommener Handwerksbetrieb im aktuellen Errichternachweis „Mechanische Sicherungseinrichtungen“ des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Von Generation zu Generation

Zum 01.01.2009 übergab Josef Bräu das Geschäft an seinen Sohn Michael. Seitdem haben wir regelmäßig Investitionen getätigt – u. a. den Kauf von zwei Hobelmaschinen und einer Plattensäge. Unser Betrieb wird seitdem nach und nach durch kleine, aber feine Umstrukturierungen den zukünftigen Anforderungen angepasst.

1990 - 2000

Bereit für neue Aufgaben

Mit der Zeit erkannte unsere Schreinerei, dass auch die Oberflächentechnik eine interessante Herausforderung darstellt. Die Qualität und Art der Holzveredelung wurden immer anspruchsvoller. So entschloss sich Josef Bräu 1990 erneut zu einem Anbau mit einer geschlossenen Lackiererei. Im Keller wurde eine neue Furnierbearbeitung eingerichtet. Der Anbau wurde 1992 bei unserer 90-Jahr-Feier eingeweiht.

Nachhaltigkeit in allen Bereichen

Im Rahmen des Anbaus erweiterten wir auch das Spänesilo. Somit stellten wir sicher, dass genügend Abfallholz und Hobelspäne aus unserem Betrieb in einer neuen Restholzverfeuerungsanlage verbrannt werden. Wir verfeuerten hier bereits nachwachsende Rohstoffe und kauften keine fossilen Energien zu. Diese Anlage versorgt unseren kompletten Firmensitz mit Wärme. Dies ist auch ein Beitrag für die Umwelt, denn bei uns wird schon beim Einkauf des Holzes darauf geachtet, dass es möglichst aus unseren heimischen Wäldern kommt. Die Verarbeitung und Veredelung, d. h. die Oberflächenbehandlung, erfolgt bei uns nach modernsten Richtlinien bis hin zur eben erwähnten Entsorgung.

1983 - 1989

Wachstum nach Wechsel

Nachdem Georg Bräu am 1. Januar 1983 die Leitung der Schreinerei seinem Sohn Josef übergeben hatte, wurde erneut angebaut. Die Größe unserer Werkstatt wurde damals verdoppelt. Aufgrund des wachsenden Auftragsvolumens und der Erweiterung der Produktpalette schafften wir weitere neue und moderne Maschinen an.

Produkte für Politprominenz

1985 begannen wir auf Empfehlung hin die Zusammenarbeit mit einem Berliner Inneneinrichtungshaus. Für dieses fertigten wir sehr hochwertige Produkte, unter anderem richteten wir Wohnungen von Vertretern des Bundestages ein, bauten Sicherheitstüren im Schloss Bellevue ein und übernahmen viele weitere Arbeiten. Die Lieferung und Montage waren kein leichtes Unterfangen, denn es gab noch die DDR. Oft wurden unsere Montagefahrzeuge an der Grenze lange aufgehalten und unsere Mitarbeiter mussten Erklärungen abgeben, was mit den schönen Sachen geschieht.

1973 - 1982

Zuwachs an Kompetenz, Raum und Angebot

Die Erfahrungen aus verschiedenen Betrieben waren Josef Bräu von 1973 bis 1975 an der Meisterschule des Bezirks der Oberpfalz in Cham von Vorteil, denn er legte erfolgreich die Meisterprüfung im Schreinerhandwerk ab. Zuhause erfolgte unterdessen bereits erneut ein Anbau an die ursprüngliche Werkstatt.
Neben der Herstellung von Fenstern und Türen stellten wir mittlerweile auch Holzdecken, Parkettböden und Möbel, bzw. Innenausbauten, das heißt Schränke, Küchen und Esszimmer.

Türe

1969 - 1972

Geselle auf Wanderschaft

Nach seiner sehr guten Gesellenprüfung wurde Josef Bräu 1969 auf Entdeckungsreise geschickt. Er war drei Jahre lang in zwei verschiedenen Betrieben tätig, um zu sehen, wie andere arbeiten und dabei wichtige Erfahrungen zu sammeln.

Neue Werkstatt mit Wohnhaus

1971 expandierte dann unsere Schreinerei. Georg Bräu plante und baute in der Kramergasse 2, unserem heutigen Firmensitz, ein neues Wohnhaus mit angebautem Werkstattgebäude. Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, dass hier einmal des Pfarrers Äpfel und Birnen wuchsen, denn unterhalb des heutigen Pfarrhofes war damals kein Haus zu finden.

Vom Bestatter zum Ausstatter

Das Wort Schreiner leitet sich von Schrein (= Truhe, Sarg, Kiste, Schrank) ab. Früher stand die Sargtischlerei noch im Vordergrund, denn der Schreiner am Ort kümmerte sich um die Bestattungen. An diese Arbeit kann sich unser heutiger Chef Michael Bräu noch gut aus Kindertagen erinnern: Häufig übernahm der Schreiner auch alle dazugehörenden Formalitäten. Der Schreiner fertigte den Sarg nach Maß an.

1950 - 1968

Aus Krieger wird Bräu

1950 verehelichte sich die Tochter Maria Krieger mit Georg Bräu aus Ettmannsdorf. Dieser war bereits Schreinermeister und übernahm als Schwiegersohn den Betrieb von Josef Krieger. Schon ein Jahr später wurde gegenüber dem Wohnhaus unterhalb des Annaberges in Neukirchen unser damaliges Werkstattgebäude gebaut. Dies beinhaltete bereits ein überbautes Holzlager und außerdem wurde eine Hobelmaschine zugekauft. Das Gebäude ist in der ursprünglichen Form heute noch erhalten.

Von Fortschritt und Fußböden

1957 erfolgte der Kauf einer sogenannten Dreizweckmaschine, Tischfräse und Kreissäge in einem Gerät. Dies war zu jener Zeit die modernste Maschine, die zu bekommen war. Damals produzierte unsere Schreinerei überwiegend Fenster und Türen, wobei die Art der Herstellung noch eine komplett andere war.

Ab 1958 nahmen wir auch das Abschleifen von Fußböden in unsere Produktpalette mit auf.

1920 - 1949

Turbulente Zeiten

Nach dem wirtschaftlichem Auf und Ab der 20er und 30er Jahre schaffte sich Josef Krieger 1938 eine neue Holzkreissäge an. Diese wurde aus Platzmangel einfach im Hof aufgestellt und war für die damalige Zeit eine enorme Investition.

Josef Krieger führte seine kleine Schreinerei 48 Jahre lang zielstrebig und umsichtig. Ein herber Schicksalsschlag war die Nachricht vom Tode seines Sohnes Michael, der 1944 im Krieg gefallen war.

1902 - 1919

Wie alles begann …

Gegründet wurde die Schreinerei Krieger am 17. November 1902 durch Herrn Josef Krieger. Als Werkstätte diente damals ein 17m² großer Raum, ein ganz einfaches Zimmer mitten im Wohnhaus des Anwesens Nr. 19 oberhalb der Kirche in Neukirchen. Heute ist dies in Neukirchen „zum Annaberg“, leider ist das Haus aus der Gründungszeit unseres Betriebes in der ursprünglichen Form nicht mehr erhalten.

Hart verdientes Geld

Damals wurden überwiegend Kammerwägen, Fenster und Türen hergestellt. Nebenbei führte Josef Krieger, wie es üblich war, eine kleine Landwirtschaft zur Selbstversorgung. Man kann sich in der heutigen Zeit kaum vorstellen, mit welch einem Aufwand damals die Erzeugnisse eines Schreiners hergestellt wurden. Da gab es keine Pendelsäge für das grobe Ablängen der Bretter. Im Gegensatz zur heutigen Zeit mit ihren vielen Maschinen war es noch wirkliche Handarbeit. Die Bretter wurden händisch abgelängt, in stundenlanger Arbeit ausgehobelt und je nach Verwendungszweck mit den verschiedensten handwerklichen Holzverbindungen versehen und verarbeitet. Heute lernen unsere Lehrlinge solche Fähigkeiten und Herstellungstechniken nur noch im Berufsgrundschuljahr in der Berufsschule.