Über 100 Jahre Schreinerei Bräu

"Tag des Schreiners" 2010

Zum 15. Mal war unsere Schreinerei im November 2010 mit dabei und konnte dabei wieder zeigen wie viele Facetten der Beruf in sich vereinigt.
Begleitet war der "Tag des Schreiners" diesmal mit einer Benefizaktion bei der wir einer Kinderkrippe einen Zug und eine Wippe aus Holz übergeben haben.

Zukunftspreis 2010

Erfolgreiche Teilnahme am Zukunftspreis des Landkreises Schwandorf.

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 2001 bis heute

2001 legte Michael Bräu, einer der Söhne von Josef Bräu, als einer der Besten seines Jahrganges die Gesellenprüfung ab. Anschließend war er zwei Jahre lang auf Erfahrungsreise in zwei unterschiedlichen Betrieben, bevor er im Sommer 2005 die Meisterprüfung in der Meisterschule Ebern in Unterfranken mit gutem Erfolg absolvierte. Danach wurde Michael Bräu als Juniorchef in den langjährigen Familienbetrieb eingearbeitet. 2006 folgte die Weiterbildung von Michael Bräu zum Betriebswirt des Handwerks.

Seit 2006 ist die Schreinerei Bräu Teilnehmer des Umweltpaktes Bayern.
Die Arbeit des Umweltpaktes besteht in der Selbstverpflichtung der Partner zur Einsparung von Ressourcen und Anwendung umweltschonender Technologien mit dem Ziel ein „umweltverträgliches Wirtschaftswachstum“ zu erreichen.

Auch sind wir seit 2006 aufgenommener Handwerksbetrieb im aktuellen Errichternachweis „Mechanische Sicherungseinrichtungen“ des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Zum 01.01.2009 erfolgte die Geschäftsübergabe von Josef Bräu an seinen Sohn Michael. Seitdem wurden regelmäßige Investitionen getätigt u. a. der Kauf von zwei Hobelmaschinen und einer Plattensäge. Ebenso wird der Betrieb seitdem nach und nach durch kleine, aber feine Umstrukturierungen den Anforderungen der heutigen Bedürfnisse angepasst.

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 1990 - 2000

Mit der Zeit erkannte man, dass die Oberflächentechnik eine weitere Herausforderung sei. Die Qualität und Art der Holzveredelung wurde immer anspruchsvoller. So entschloss sich 1990 Josef Bräu erneut für einen Anbau, welcher eine geschlossene Lackiererei beinhalten sollte und im Keller die Furnierbearbeitung neu eingerichtet wurde. Dieser Anbau wurde im Rahmen der 90Jahr Feier 1992 eingeweiht.

Auch wurde 1992 im Rahmen des Anbaus das Spänesilo erweitert. Dies sollte sicherstellen, dass genügend Abfallholz und Hobelspäne aus dem eigenen Betrieb in einer neuen Restholzverfeuerungsanlage verbrannt werden. Es werden hier bereits nachwachsende Rohstoffe verfeuert und keine fossilen Energien zugekauft. Diese Anlage versorgt den kompletten Firmensitz mit Wärme.

Dies ist auch ein Beitrag für die Umwelt, denn bei uns wird schon beim Einkauf des Holzes darauf geachtet, dass es nach Möglichkeit aus den heimischen Wäldern kommt.
Die Verarbeitung und Veredelung, d. h. die Oberflächenbehandlung geschieht nach modernsten Richtlinien bis hin zur eben erwähnten Entsorgung.

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 1983 - 1989

Nachdem Georg Bräu, am 1. Januar 1983 die Leitung der Schreinerei seinem Sohn Josef übergeben hatte wurde erneut angebaut. Die Werkstätte wurde um das doppelte vergrößert.

Durch ständig an Art und Umfang wachsenden Aufträgen wurden im Laufe der Zeit weitere neue und moderne Maschinen angeschafft. Ab 1985 wurde auf Empfehlung hin die Zusammenarbeit mit einem Berliner Inneneinrichtungshaus aufgenommen. Hierbei waren ganz hochwertige Sachen zu fertigen, unteranderem wurden Wohnungen für damalige Vertreter des Bundestages eingerichtet, Sicherheitstüren im Schloss Bellevue eingebaut und eine Menge sonstiger Arbeiten erledigt. Hierbei war die Lieferung und Montage immer ein großes Problem, denn die Grenzen der DDR bestanden noch und des öfteren wurden die Montagefahrzeuge und Mitarbeiter lange aufgehalten und mussten Erklärungen abgeben, was mit den schönen Sachen geschieht.
Türe

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 1973 - 1982

Diese Erfahrungen waren von 1973 bis 1975 an der Meisterschule des Bezirks der Oberpfalz in Cham von Vorteil, denn 1975 legte Josef Bräu erfolgreich die Meisterprüfung im Schreinerhandwerk ab. Zuhause erfolgte unterdessen bereits erneut ein Anbau an die ursprüngliche Werkstatt.
Neben der Herstellung von Fenster und Türen, wurden mittlerweile auch Holzdecken, Parkettböden und Möbel, bzw. Innenausbauten das heißt Schränke, Küchen und Esszimmer hergestellt.

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 1969 - 1972

Nach der sehr guten Gesellenprüfung von Josef Bräu 1969, wurde er auf Erfahrungsreise geschickt. Er war 3 Jahre lang in 2 verschiedenen Betrieben unterwegs um das Arbeiten wo anders zu sehen und sehr viel Erfahrung zu sammeln.

1971 erfolgte dann die Expandierung. Georg Bräu plante und baute in der Kramergasse 2, dem heutigen Firmensitz ein neues Wohnhaus mit angebautem Werkstattgebäude. Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, dass hier einmal des Pfarrers Äpfel und Birnen wuchsen, denn unterhalb des heutigen Pfarrhofes war damals kein Haus zu finden.

Sargtischlerei

Das Wort Schreiner leitet sich von Schrein (= Truhe, Sarg, Kiste, Schrank) ab.
Früher stand die Sargtischlerei noch im Vordergrund, denn der Schreiner am Ort hat die Bestattungen gemacht.
An diese Arbeit kann sich Michael Bräu noch gut aus Kindertagen erinnern:
Häufig übernahm der Schreiner auch alle dazugehörenden Formalitäten. Der Schreiner hat den Sarg nach Maß angefertigt.

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 1950 - 1968

1950 verehelichte sich die Tochter Maria mit Herrn Georg Bräu aus Ettmannsdorf. Dieser war bereits Schreinermeister und übernahm als Schwiegersohn den Betrieb von Herrn Josef Krieger. Schon ein Jahr später wurde gegenüber dem Wohnhaus unterhalb des Annaberges in Neukirchen ein Werkstattgebäude gebaut. Dies beinhaltete bereits ein überbautes Holzlager und gleichzeitig wurde eine Hobelmaschine zugekauft. Das Gebäude ist in der ursprünglichen Form heute noch erhalten.

1957 erfolgte der Kauf einer sogenannten Dreizweckmaschine, Tischfräse und Kreissäge in einem Gerät. Dies war damals die modernste Maschine welche zu bekommen war. Damals wurden überwiegend Fenster und Türen hergestellt, welche sich mittlerweile in ihrer Art der Herstellung grundlegend geändert hatten.

Ab 1958 hat Herr Georg Bräu auch das Abschleifen von Fußböden in seine Produktpalette mit aufgenommen.

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 1920 - 1949

Nach dem wirtschaftlichem Auf und Ab der 20er und 30er Jahre schaffte sich Josef Krieger 1938 eine neue Holzkreissäge an. Diese wurde aus Platzmangel einfach im Hof aufgestellt und war für die damalige Zeit eine enorme Investition.

Josef Krieger führte seine kleine Schreinerei 48 Jahre lang zielstrebig und umsichtig. Ein herber Schicksalsschlag war die Nachricht vom Tode des Sohnes Michael, welcher 1944 im Krieg gefallen ist.

Die Schreinerei Bräu in den Jahren 1902 - 1919

Gegründet wurde die Schreinerei Krieger am 17. November 1902 durch Herrn Josef Krieger. Als Werkstätte diente damals ein 17m² großes Zimmer, ein einfaches Zimmer, mitten im Wohnhaus des Anwesens Nr. 19 oberhalb der Kirche in Neukirchen. Heute ist dies in Neukirchen "zum Annaberg", leider ist das Haus aus der Gründerzeit des Betriebes in der ursprünglichen Form nicht mehr erhalten.

Damals wurden überwiegend Kammerwägen, Fenster und Türen hergestellt. Nebenbei führte Josef Krieger, wie es üblich war, eine kleine Landwirtschaft zur Selbstversorgung. Man kann sich in der heutigen Zeit kaum vorstellen mit welch einem Aufwand in damaliger Zeit die Erzeugnisse eines Schreiners hergestellt wurden.

Da gab es keine Pendelsäge für das grobe Ablängen der Bretter. Im Gegensatz zur heutigen Zeit mit vielen Maschinen war es noch wirkliche Handarbeit. Die Bretter wurden von Hand abgelängt, in stundenlanger Arbeit ausgehobelt und je nach Verwendungszweck mit den verschiedensten handwerklichen Holzverbindungen versehen und verarbeitet. Heute lernen unsere Lehrlinge solche Fähigkeiten und Herstellungstechniken nur noch im Berufsgrundschuljahr in der Berufsschule.